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13. August 2018 | FPÖ, Umwelt

FP-Teufel: Retten wir den Sternenhimmel!

FPÖ NÖ startet Resolution zur Reduktion der Lichtverschmutzung

Die Lichtverschmutzung unserer Umwelt schreitet immer weiter voran: Am durchschnittlichen Sternenhimmel in Österreich sind nur noch zehn Prozent der Sterne zu sehen, die in dünn besiedelten Gebieten, wie z.B. den Zentralalpen, beobachtbar sind. Milchstraße, Sternschnuppen und Kometen kann man oft nur noch fernab der Städte erleben. Zugleich sorgen hunderttausende Beleuchtungskörper für eine diffuse Aufhellung des Himmels - es sind die von den Menschen erschaffene, installierte und betriebenen Lichtquellen, die maßgeblich zur Lichtverschmutzung beitragen. Dabei handelt es sich nicht nur um Anlagen zur Erhellung von Gebäuden, die ihr Licht weitgehend ungenutzt zu den Seiten und nach oben abstrahlen. Auch von Diskotheken werbewirksam eingesetzte Laserflutlichtanlagen sorgen oft für eine unnatürliche Aufhellung des Nachthimmels. Wissenschaftler warnen daher zu Recht vor dem Verlust der Dunkelheit.

 

LAbg. Mag. Reinhard Teufel und die FPÖ Niederösterreich wollen das Thema - mit der Resolution „RETTET DEN STERNENHIMMEL“ an die Bundesregierung - in den Fokus rücken und ein Bewusstsein bei den Landsleuten schaffen, dass uns Lichtverschmutzung alle angeht.

Die tatsächlichen negativen Auswirkungen auf Fauna und Flora sind bis dato noch gar nicht voll abschätzbar. Fest steht jedenfalls, dass der Mensch den von der Natur vorgegebenen Tag-Nacht Rhythmus zerstört. Damit wird die Nacht immer mehr zum Tag, was Mensch und Tier maßgeblich beeinträchtigt. Der permanente künstliche „Vollmond“ hat enorme Auswirkungen auf die innere Uhr des Menschen. Der Schlaf- und Wachrhythmus wird ebenso gestört wie der Hormonhaushalt. Das Immunsystem kann beeinträchtigt werden und die Konzentrationsfähigkeit leidet unter chronischem Schlafmangel. Pflanzen werden in ihrem Wachstumsrhythmus beeinflusst.

Tiere finden keinen Schlaf, sind völlig aus dem Rhythmus gebracht und reagieren in der Folge oft aggressiv und werden krank. Viele Insekten, etwa ein Großteil der heimischen Schmetterlinge, sind nachtaktiv. Ihr Verschwinden beeinträchtigt nicht nur das Leben anderer Tiere, denen sie als Nahrung dienen, sondern auch Pflanzen, die auf die Bestäubung durch Nachtfalter angewiesen sind. Zugvögel werden durch Skybeamer irritiert. Scheinwerfer werden zur absoluten Lichtfalle für Insekten und Falter. Daraus resultiert eine große Gefahr hinsichtlich der Artenvielfalt und des biologischen Gleichgewichts. Neben den negativen Auswirkungen auf Mensch, Umwelt, Atmosphäre und Natur verursachen die nächtlichen Lichtquellen einen unnötigen Energieverbrauch. Gerade in Zeiten des allgemeinen Sparens und der Rationalisierung ist es verwunderlich, dass über die Beleuchtung effektiv Geld hinausgeworfen wird. 30 bis 40 Prozent der Energie könnten bei einem sorgfältigeren Umgang mit Außenbeleuchtung eingespart werden. Die Kosten der Energieverschwendung tragen dabei alle mit! Der Werbeeffekt von Leuchtreklamen beispielsweise ist in der verkehrsschwachen Zeit, speziell nach Mitternacht, mehr als fraglich, verursacht aber enorme Kosten.


LAbg. Mag. Reinhard Teufel und die Freiheitlichen nehmen die negativen Folgen der Lichtverschmutzung als Einzige ernst und machen sich für eine Reihe von Maßnahmen stark. In der Resolution wird die Bundesregierung aufgefordert:

Ø  Studien zur wissenschaftlichen Untersuchung der Folgen von Lichtverschmutzung anzuregen

Ø  zu diesem Zweck einen „Sternenpark für astronomische Studien“ zu schaffen

Ø  Bewusstsein bildende Maßnahmen zu setzen, die auf Gefahren der Lichtverschmutzung hinweisen

Ø  den Verzicht auf nur nach oben strahlende Lichtquellen wie Laserflutlicht oder „Skybeamer“ anzuregen

Ø  durch legistische Maßnahmen die Beleuchtung von Gebäuden zwischen 23:00 und 04:00 Uhr zu unterbinden

Ø  sowie Unternehmen, Handelsketten, Diskotheken, Fußballvereine etc. zu verpflichten, Licht nicht unkontrolliert und verschwenderisch in den Himmel zu streuen

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